Dem Bürokrat ist alles fad, wenn er keine Akten hat.

In Deutschlands Büros wiehert der Amtsschimmel. Bestückt mit lauter Paragraphenreitern. Das wurde mir gestern mal wieder sonnenklar.

Meine Freundin erzählte mir freudig von ihrem neuen Auto, das sie sich gekauft hatte. Sie war total begeistert und wollte ihn gestern anmelden. Sie hatte alles...Brief, Kaufvertrag, TÜV, ASU , echt alles. Bis auf den KFZ- Schein...warum auch immer. Jedenfalls kann sie ihr neues Auto nicht anmelden. Das Strassenverkehrsamt sagt, der Besitzer müsse erst  eine Verlustanzeige stellen. Der bisherige Besitzer ist aber nicht mehr greifbar. Es ist unmöglich, ihn zu erreichen.

Ich konnte es nicht glauben und rief bei einem anderen  Strassenverkehrsamt an. Man sagte mir, daß in diesem Fall auch der Vor- Vorbesitzer den Verlust des Scheins melden kann. Spätestens in diesem Moment bin ich der Meinung, daß das Schikane ist. Denn daß es andere Optionen und Möglichkeiten gibt, ist mir jetzt sonnenklar. Die Vor-Vorbesitzerin ist ja auch nicht Eigentümerin des PKW, meine Freundin aber nachweislich schon. Warum also macht die Beamtin solche Schwierigkeiten? Wo bleibt das Entgegenkommen? Die Kulanz? Es kann doch nicht sein, daß man sich ein Auto kauft und es aus diesem Grund nicht anmelden kann. Oder doch? Ich halte das für amtliche Wichtigtuerei!

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Mich würde interessieren, ob das jemand so schonmal erlebt hat, und wie das Problem gelöst wurde.

31.8.11 20:52

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